Großwärmespeicher werden oft vor allem anhand ihrer Wirtschaftlichkeit bewertet. Doch welche Rolle spielen Aspekte wie Resilienz, Versorgungssicherheit und Klimaschutz aus Sicht von Kund:innen und Fernwärmebetreibern?
Im Rahmen des EU-Projekts TREASURE (Fokus: Großwärmespeicher) hat das Energieinstitut an der JKU Linz genau diese Frage untersucht. Der Bericht ist ab sofort online verfügbar!
Eine Befragung von rund 2.900 Heizungskund:innen und rund 50 Fernwärmebetreibern liefern folgende Erkenntnisse:
✅Starke öffentliche Unterstützung: 65–70% der befragten Kund:innen sprechen sich für den Einsatz von Großwärmespeichern aus.
✅ Versorgungssicherheit hat einen messbaren Wert: Kund:innen sind bereit, nicht nur für geringere CO₂-Emissionen, sondern auch für mehr Resilienz und Versorgungssicherheit zu bezahlen.
✅ Investitionsentscheidungen gehen über reine Wirtschaftlichkeit hinaus: Fernwärmebetreiber sind bereit, für Investitionen in Großwärmespeicher längere Amortisationszeiten zu akzeptieren. Das zeigt, dass nicht-marktbezogene Vorteile wie Resilienz und Versorgungssicherheit zunehmend in Investitionsentscheidungen einfließen.
Die Ergebnisse verdeutlichen: Der Nutzen von Großwärmespeichern reicht weit über wirtschaftliche Kennzahlen hinaus. Wer die Wärmewende erfolgreich gestalten will, sollte diese gesellschaftlichen und systemischen Mehrwerte in Planungs- und Investitionsentscheidungen berücksichtigen.
Den umfassende Bericht kann hier gefunden werden: https://www.treasure-project.eu/news/new-treasure-report-highlights-the-value-of-large-thermal-energy-storage-beyond-economics