Freiraum für regulatorisches Experimentieren schaffen, F.R.E.SCH

Bei der Entwicklung neuer Lösungen zur Bewältigung der Klimakrise stoßen innovierende Akteur*innen im Energiebereich häufig an regulatorische Barrieren. Um dieses Spannungsfeld zwischen Innovationen und rechtlichen Rahmenbedingungen aufzulösen, sind unterstützende Politikmaßnahmen erforderlich: international wird verstärkt auf experimentelle Ansätze unter möglichst realitätsnahen Kontextbedingungen gesetzt.
F.R.E.SCH verfolgte die Ziele, relevante regulatorische Herausforderungen zu identifizieren sowie den Bedarf zur Gewährung von regulatorischen Freiräumen abzuschätzen, unter partizipativer Einbindung der Akteur*innen und Stakeholder. Dabei hat es sich als sinnvoll und grundsätzlich rechtlich gangbar erwiesen, die Schaffung von Experimentierräumen insbesondere bei folgenden Themenstellungen zu ermöglichen:

1. Alternative Nähekriterien für Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften
2. Erhöhung der Gasnetz-Grenzwerte für erneuerbare Gase
3. Dynamische Stromnetzentgelte
4. Direkteinspeisung erneuerbarer Gase in das Gasnetz
5. Abstufungen des Lieferantenstatus
6. Einbinden gewinnorientierter Dienstleister in Energiegemeinschaften
7. Standardisierung/Harmonisierung von Kommunikations- und Schaltinfrastruktur
8. Ausnahmen für Netzentgeltverrechnung bei Netzdienlichkeit
9. Ausweitung der Netzentgeltbefreiung z.B. auf Batterien und Power-to-Heat
10. Zentrale Plattformen für Stromnetz-Messdaten
11. Anrechnung smarter Technologien als Netzkosten
12. Einbindung („Außenverhältnis“) von Energiegemeinschaften in das Stromsystem
13. Alternative Stromnetz-Benchmarking-Parameter
14. Echtzeitzustand des Stromnetzes („Ampelsystem“)
15. Teilnahme am Regelenergiemarkt für smarte Technologien und Erneuerbare

  • Das Projekt wird durch Energie.Frei.Raum gefördert.

Fördergeber:

  • BMK, https://www.bmk.gv.at

Projektpartner:

  • AIT-Austrian Institute of Technology GmbH, Wirtschaftsuniversität Wien – Forschungsinstitut für Urban Management und Goverance
Endbericht

Den Endbericht des Projekts F.R.E.SCH finden sie auf der Homepage des BMK.

  • Ansprechpersonen:

MMag. Dr. Simon Moser

 

  • MitarbeiterInnen:

Prof. DI Dr. Horst Steinmüller

Mag.a Argjenta Veseli

 

  • Projektlaufzeit: 09/2019 – 05/2020

 

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