Das Projekt BUILDERS („Building Up Industry Loops through Development, Evaluation, and Testing of an Extended Producer Responsibility Scheme for construction products“) entwickelt harmonisierte und praxisnahe Modelle der erweiterten Herstellerverantwortung für kunststoffbasierte Bauprodukte. Ziel ist es, Materialkreisläufe im europäischen Bausektor systematisch zu schließen, Ressourceneffizienz zu erhöhen und zirkuläre Wertschöpfung zu stärken.
Das Energieinstitut an der JKU Linz leitet im Projekt Work Package 3 und übernimmt damit eine zentrale Rolle bei der sozioökonomischen, ökologischen und verhaltensbezogenen Bewertung möglicher EPR-Mechanismen. Im Fokus stehen Stakeholder-Analysen, Kosten-Nutzen-Bewertungen, Lebenszyklusanalysen sowie Untersuchungen zu Akzeptanz und Verhalten relevanter Akteursgruppen.
Die Ergebnisse liefern eine wissenschaftliche Grundlage für wirksame, sozial akzeptierte und praktisch umsetzbare Kreislaufwirtschaftsmodelle. Sie fließen direkt in politische Empfehlungen, digitale Werkzeuge, Kommunikationsmaßnahmen und lokale Umsetzungsstrategien ein.
In mehreren europäischen Pilotregionen werden die Ansätze für Produktgruppen wie Bodenbeläge, Rohre und Sanitärprodukte getestet. Ergänzend kommen Instrumente wie digitale Produktpässe, öko-modulierte Gebührenmodelle und neue Geschäftsansätze zum Einsatz. BUILDERS unterstützt damit die grenzüberschreitende Harmonisierung, die Einbindung von KMU sowie transparente und standardisierte Berichtssysteme für die Bauwirtschaft.

